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Stationäre Schmerztherapie

Abteilungsdaten

Die Stationäre Schmerztherapie startete zum 1. Januar 2013 mit insgesamt fünf Schmerzbetten ihren Betrieb. Fachlich und organisatorisch wird die Abteilung durch den Oberarzt Dr. Bauderer geleitet und der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie zugeordnet.

 

Wesentliche Inhalte dieser besonderen, im Ostalbkreis einzigartigen, multimodalen stationären Schmerzbehandlung sind:

 

  • Interdisziplinäre Schmerzdiagnostik- und Therapie unter
    Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren
  • Optimierung der Schmerzmedikation
  • Feststellung der Indikation und ggf. Durchführung weiterer
    Therapieverfahren (z.B. invasive Therapieverfahren)

 

Hauptsächliches Behandlungsziel der ganzheitlichen Therapie ist die Verbesserung der Lebensqualität chronischer Schmerzpatientinnen und
-patienten durch eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung, den Abbau der Hilflosigkeit, Angst und Depression sowie die Erweiterung der sozialen Aktivitäten mit allen damit verbundenen positiven Begleiterscheinungen. Um bestmögliche Behandlungschancen allen Patientinnen und Patienten mit einer oft langjährigen Krankheitsgeschichte zu bieten, verfolgt die multimodale Schmerzbehandlung einen komplexen interdisziplinären Therapieansatz.


 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

 

wir wünschen Ihnen einen guten und erfolgreichen Aufenthalt in der Abteilung für Stationäre Schmerztherapie der St. Anna-Virngrund-Klinik.


Multimodale Schmerztherapie ist Teamarbeit. Hier finden Sie eine Liste der Teammitglieder, mit denen Sie während des stationären Aufenthalts Kontakt haben.

 

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Leistungsspektrum

Bei chronischen Schmerzen zeigen multimodale Therapieformen häufig die besten Behandlungsergebnisse. In der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen besteht die Möglichkeit zur Durchführung der multimodalen stationären Schmerztherapie. Die Dauer der stationären Behandlung beträgt durchschnittlich zwei bis drei Wochen.

 

Folgende chronischen Schmerzsyndrome werden behandelt:

  • Rücken- und Halswirbelschmerzen

  • Gelenk- und Muskelschmerzen

  • Nervenschmerzen (z.B. Postzosterneuralgie)

  • Kopf- und Gesichtsschmerzen

  • Sympathische Reflexdystrophie (M.Sudeck)

  • Fibromyalgie

  • Phantomschmerz

  • Zentraler Schmerz

  • Tumorschmerz

 

Als Voraussetzungen zur stationären multimodalen Schmerztherapie müssen mindestens drei dieser Kriterien zutreffen:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit des Patienten
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende körperliche Begleiterkrankung

 

Weitere Indikationen einer schmerztherapeutischen Krankenhausbehandlung können sein:

  • Interdisziplinäre algesiologische Diagnostik bei chronischen Schmerzpatienten

  • Multimodale schmerztherapeutische Kurzzeitbehandlung (stationär bis maximal 6 Tage)

  • Akute Schmerzdekompensation, ambulant nicht beherrschbar

  • Durchführung der gepulsten Radiofrequenzablation („Pasha-Katheter“)

  • Austestung/Implantation SCS (Spinal Cord Stimulation „Schmerzschrittmacher“)

  • Austestung/Implantation von (rückenmarksnahen) Schmerzpumpen

  • Notwendigkeit einer kontinuierlichen bzw. intermittierenden intravenösen Medikation und/oder Infusion bzw. Indikation zur Katheter gestützten Schmerztherapie

Therapie

Die Multimodale Schmerztherapie besteht aus

  • Patienteninformation bzw. -schulung (z.B. Aufklärung über das Krankheitsbild, bio-psycho-soziales Krankheitsmodell,
    Verhaltensweisen im Umgang mit dem Schmerz)

  • Allgemeine und spezielle Physiotherapie

  • Ergotherapie

  • Medizinische Trainingstherapie

  • Entspannungsverfahren (Atemtherapie, Yoga, progressive Muskelrelaxation)

  • Psychologische/psychotherapeutische Verfahren: Verhaltenstherapie, Schmerzbewältigung, Biofeedback, Einzelgesprächstherapie)

  • Physikalische Maßnahmen: TENS, Fango, Massagen

  • Medikamentöse Therapie

  • Unterstützend invasive Verfahren (Nervenblockaden, Injektionen, Sympathicusblockaden, Schmerzkatheter..)

  • Regelmäßigen interdisziplinären Teambesprechungen zur Therapieplanung und -steuerung

     

 

Realistische Therapieziele der multimodalen Schmerztherapie bei chronischen Schmerzzuständen sind:

  • Reduktion von Alltagseinschränkungen

  • Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit

  • Verbesserung der Lebensqualität

  • Zunahme von Mobilität

  • Veränderung ungünstiger Verhaltensweisen im Umgang mit dem Schmerz

  • Verbesserung im Umgang mit dem Schmerz (Schmerzbewältigung)

  • Schmerzreduktion

 

Besonderheiten

Die Abteilung für stationäre Schmerztherapie ist einzigartig im Ostalbkreis.

 

Die Abteilung nimmt an der KEDOQ Schmerz („Kerndokumentation und Qualitätsicherung in der Schmerztherapie") der Deutschen Schmerzgesellschaft teil.

 

Dr. Bauderer besitzt die Weiterbildungsermächtigung (12 Monate) für die Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie".

Sprechstunden

Nach telefonischer Vereinbarung.

Unser Team

  • Dr. Christine Goepfert (ab 15.7.2017)

    Leitende Ärztin

    Leitung der Abteilung stationäre Schmerztherapie

  • Renate Hinderer-Kimmich

    Fachärztin für Psychotherapie und

    Psychiatrie
    Niedergelassene Ärztin