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Stationäre Schmerztherapie

Abteilungsdaten

In der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen wird als einzige Klinik im Ostalbkreis seit 2014 eine stationäre Schmerztherapie durchgeführt.

 

Unter der ärztlichen Leitung von Frau Dr. Christine E. Goepfert verfolgt die multimodale Schmerzbehandlung in einem erfahrenen Team von Therapeut/innen einen komplexen multidisziplinären Therapieansatz (mehrere Therapeut/innen verschiedener Fachdisziplinen). Auf der Basis etablierter, evidenzbasierter Verfahren setzen wir auch komplementärmedizinische Behandlungen ein.

 

Wir möchten all jenen Menschen helfen, die mit ihren Schmerzen nicht zurechtkommen und Strategien erfahren möchten, wie sich diese lindern lassen. Wir arbeiten eng vernetzt gemeinsam mit unseren Patienten. Dies erfordert, dass Sie sich auf neue Blickwinkel und Herangehensweisen zusammen mit anderen Betroffenen und uns als Team einlassen können und möchten. Letztendlich behandeln wir fast jede chronische Schmerzkrankheit im Erwachsenenalter.

 

Dem Team der Schmerzabteilung sind Ärzte verschiedener Fachrichtungen angeschlossen. Ebenfalls Teil des Teams sind speziell geschulte Mitarbeiter/innen und Therapeut/innen aus den Bereichen Physio- und Bewegungstherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Tanz- und Kreativtherapie sowie der Fachkrankenpflege.

 

Die fortlaufende klinische Aktivität und umfassende Sichtweise der Leitenden Ärztin spiegelt sich wider in ihrer Ausbildung und stetigen Weiterbildung, als auch in Publikationen und Vorträgen.

 

 

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Therapie

Wir verfügen über eine moderne, im weiteren Aufbau begriffene Schmerzstation mit derzeit 5 stationären Betten. Ein stationärer Aufenthalt kann notwendig sein, wenn Schmerzen weder ambulant noch teilstationär beherrscht werden können. Auch ist hier eine multidisziplinäre Diagnostik möglich, um die entsprechenden multimodalen Therapien und Maßnahmen einzuleiten, ggf. auch interventionell.

 

Unsere Behandlungsansätze


Multimodale Schmerztherapie

Wir bieten eine stationäre multimodale Schmerztherapie (sMMST) an. Diese erstreckt sich aufgrund einer erwiesenen langanhaltenden Effektivität in der Regel über 3 Wochen, nur in Ausnahmefällen auch über zwei Wochen oder eine Woche. Die stationäre Therapie bietet optimale Bedingungen für den ganzheitlichen, multimodalen Therapieansatz, heute der Goldstandard in der Schmerztherapie.


Als Voraussetzungen zur stationären multimodalen Schmerztherapie müssen mindestens drei dieser Kriterien zutreffen:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit des Patienten
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Medikamentenabhängigkeit oder –fehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende körperliche Begleiterkrankung

 

 

Einschränkungen der Teilnahme an einer stationären multimodalen Schmerztherapie:

  • Schwere psychiatrische Erkrankungen
  • Unbehandelte Suchterkrankungen
  • Schwerste Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit, wie z.B. schwerste Herz- und Lungenkrankheiten oder ausgeprägte Lähmungen
  • Deutliche Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit, Lern- und Merkfähigkeit, wie z.B. bei einer Demenz
  • Fehlende bzw. nicht ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Schwebendes Rentenverfahren



Akute Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen

Bei bestimmten Indikationen besteht im Einzelfall nach Rücksprache auch die Möglichkeit zur stationären Aufnahme:

  • Bei akuter Exazerbationen eines chronischen Schmerzes kann eine stationäre Aufnahme sinnvoll sein.
  • Ein Entzug von Medikamenten zur Behandlung chronischer Schmerzen wie beispielsweise Opiaten kann u.U. zunächst stationär notwendig sein. So ist es möglich, daß Medikamente nicht regelgerecht oder eventuell ungeeignete Medikamente zu lange oder falsch dosiert eingenommen wurden, insbesondere wenn ausgeprägte körperliche Vorerkrankungen bestehen und zusätzlich relevante psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen.
  • Auch kann durch eine stationäre Aufnahme eine sinnvolle Grundlage geschaffen werden für weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen.
  • Manchmal besteht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen bzw. intermittierenden intravenösen Medikation und/oder Infusion bzw. Indikation zur Katheter gestützten Schmerztherapie.
  • Gelegentlich ist ein stationärer Aufenthalt auch sinnvoll, um Patienten für eine später folgende multimodale Schmerztherapie vorzubereiten.

 

Unsere Therapiemethoden

  • Multimodale Schmerztherapie – der Goldstandard
  • Einzel- und Gruppentherapien
  • Patientenedukation (Patienteninformation und –schulung)
  • Psychologische Schmerztherapie
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Spezielle medikamentöse Schmerztherapie
  • Im Bedarfsfall Nervenblockaden, Injektionen, Infusionstherapien, Katheterverfahren
  • Neuraltherapie
  • Entzugsbehandlung
  • Schmerzunterdrückung durch komplementäre Therapien wie z.B.
  • Akupunktur, -pressur
  • Schröpfen
  • Phytotherapie
  • Wickel
  • Klangschalentherapie
  • Hydrotherapie
  • Schmerzunterdrückung durch TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
  • Vermittlung und Anwendung von Entspannungsverfahren wie z.B. Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Yoga Nidra, Atemtherapie
  • Allg. und spezielle Physiotherapie
  • Manuelle Therapie
  • Faszientechniken
  • Kinesiotaping
  • MTT (Medizinische Trainingstherapie)
  • Yoga
  • Fango
  • Ergotherapie
  • Biofeedback
  • Streßbewältigungstraining/Training sozialer Kompetenzen
  • Tanz- und Bewegungstherapien
  • Kreativtherapie
  • Vermittlung und Überwachung von Eigenübungen
  • Interdisziplinäre Teambesprechungen

Leistungsspektrum

Wir bieten derzeit die Möglichkeit einer stationären Behandlung erwachsener Menschen ab dem 18. Lebensjahr. Hierbei behandeln wir nahezu jede chronische Schmerzerkrankung. In den letzten Jahren haben sich folgende Schwerpunkte unserer Tätigkeit in der Therapie folgender chronischer Schmerzerkrankungen etabliert:

  • Rückenschmerzen (Kooperation mit der Praxis Drs. Hauf, Ellwangen, Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd)
  • Nervenschmerzen jeder Art (neuropathische Schmerzen), z.B. CRPS, Phantomschmerzen, Polyneuropathie
  • Kopfschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen, Rheumaschmerzen, Schmerzen bei Arthritis und Arthrose
  • Ganzkörperschmerzen (auch Fibromyalgiesyndrom)

Weiterhin behandeln wir folgende chronische Schmerzerkrankungen:

  • (Atypische) Gesichtsschmerzen
  • Zentrale Schmerzen, z.B. nach Schlaganfällen
  • Bauchschmerzen (Viszeraler Schmerz)
  • Schmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen (Ischämieschmerz)
  • Schmerzen, die auf gängige Therapieverfahren nicht ansprechen
  • Somatoforme (seelische) Schmerzen
  • Tumorschmerzen
  • Weitere Schmerzformen

 

Realistische Therapieziele

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Erkennen und Veränderung dysfunktionaler (ungünstiger) Verhaltensweisen im Umgang mit Schmerzen
  • Erlernen und Anwenden von Strategien der Schmerzbewältigung
  • Förderung der Eigenaktivität
  • Zunahme der Mobilität und Funktionalität
  • Reduktion von Einschränkungen im Alltag
  • (Wieder-)Aufnahme sozialer Aktivitäten
  • Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit
  • Schmerzreduktion

 

Besonderheiten

Die Abteilung nimmt an der KEDOQ Schmerz („Kerndokumentation und Qualitätssicherung in der Schmerztherapie") der Deutschen Schmerzgesellschaft teil.

 

Weiterbildungsermächtigung (12 Monate) für die Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie".

 

 

Weiterführende Links

 

http://www.dgss.org/startseite/

 

http://www.schmerzliga.de/

 

http://www.psychosomatik-aalen.de/

 

http://www.schmerztherapie-ellwangen.de/

Sprechstunde

Eine Aufnahme in die stationäre Schmerztherapie ist nur nach Terminabsprache möglich. In aller Regel ist eine Sichtung der möglichst kompletten Befunde vor der Entscheidung über eine stationäre Aufnahme notwendig.

Um einen Termin bei uns zu erhalten ist ein sorgfältiges Ausfüllen des Schmerzfragebogens notwendig. So können wir uns auf das Gespräch und die Untersuchung von Ihnen konzentrieren und Sie umfassend behandeln.

 

Kontaktaufnahme:

Abteilung für Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kliniken Ostalb

St.-Anna-Virngrund Klinik

Dalkinger Straße 8-12

73479 Ellwangen

 

Sekretariat:

Frau Heike Mack und Frau Gudrun Jungbauer

Telefon (07961) 881-2401

Telefax (07961) 881-2403

E-Mail: schmerz.therapie@kliniken-ostalb.de

 

 

Leitende Ärztin: Dr. Christine E. Goepfert DESA

Fachärztin für Neurologie und Anästhesiologie

Zusatzbezeichnungen: Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Naturheilkunde, Suchtmedizin, Notfallmedizin

Diplome: Akupunktur (DAEGfA), Fachkunde Strahlenschutz

In Weiterbildung: Fachgebundene Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Manuelle Therapie

Unser Team

  • Dr. Christine Goepfert

    Leitende Ärztin

    Leitung der Abteilung stationäre Schmerztherapie

  • Renate Hinderer-Kimmich

    Fachärztin für Psychotherapie und

    Psychiatrie
    Niedergelassene Ärztin